Sonntag, 15. November 2009

wobbler bau

herstellung des rohlings

als erstes nehme ich das gewünschte holz zur hand und hoble oder säge es auf die gewünschten masse . da ich schreiner bin hab ich das privileg eine hobel maschine benützen zu dürfen...
ich verwende für meine köder meistens abachi. es lässt sich wunderbar leicht bearbeiten, noch besser als nadelholz, da es schön weich ist und keine jahrringe aufweist welche beim schnitzen und schleifen stören. zudem ist es sehr gleichmässig gewachsen und bei eindringendem wasser neigt es nicht dazu schnell zu spalten. buche beispielsweise spaltet sich sehr schnell bei wasser kontakt.
des weiteren ist es leicht (was eine lebhafte aktion verspricht) und doch fest genug damit eingeleimte ösen tiptop halten, was sie bei balsa nicht tun ( balsa...ein beliebtes holz für den wobblerbau...erfordert aber durchgehende achsen)... abachi ist also ein sehr gutmütiges holz welches viele postive eigenschaften vereint....

mein werkstück für den beschriebenen wobbler ist ca. 10-11cm lang, 2cm breit und 1,3cm dick.

um den wobblerbau zu vereinfachen und an einem modell experimentieren zu können stelle ich jeweils eine schablone aus dünnen kunstharz her. dies ermöglicht einen ziemlich genauen nachbau.


nun zeichne ich also der schablone nach den umriss des wobblers aufs holz...



dann schneidn ich die groben umrisse auf der bandsäge aus...habe ich keine bandsäge verwende ich eine handsäge oder eine raspel. wie gesagt, abachi ist ziemlich weich und lässt sich auch ohne maschinen sehr gut bearbeiten....


danach schleife ich den rohling sauber den konturen entlang...


nun nimmt der rohling langsam form an. nachdem ich den wobbler, von der seite betrachtet, geformt habe, kommt die form von oben betrachtet. diese schleife ich ohne sie anzuzeichnen, also freihändig...



jetzt schleife ich grob die rundung am wobblerrücken....





...und von unten betrachtet... ich schleife beidseitig ein schräge. die feine ausarbeitung mache ich von hand.

allgemein sollte maschinell sehr vorsichtig geschliffen werden. weg ist weg. da die meisten wohl von hand schleifen werden besteht die gefahr weniger das schnell zuviel material abhanden kommt. wird von hand geschliffen so empfehle ich ein 80er schleifpapier für die grobe arbeit. hat man eine handschleifmaschine kann man diese auch verkehrt im hobelbank einspannen und hat so eine improvisierte kantenschleifmaschine.




nun habe ich denn grob geschliffenen rohling.
für die weiteren schleifgänge verwende ich ein 80er und ein 180er schleifpapier.



zuerst bearbeite ich die form des rohlings mit 80er...

und kontrolliere ihn regelmässig...

damit die symetrie stimmt muss der körper immer wieder von hinten, von vorne und von oben betrachtet werden.
der wobbler auf dem bild wird etwas schräg gehalten, deshalb sieht es aus als ob die eine seite viel ründer wäre. so extrem wie auf dem bild ist es nicht, ein bisschen zuviel ist aber doch noch dran.


kontrolle von oben....


kontrolle von vorne....


kontrolle von hinten....


ist die form zufrieden stellend so schleife ich ihn noch mit 180er schön fein. minime veränderungen am körper können auch noch mit dieser schleifpapier-körnung gut vorgenommen werden...

nun bohre ich die löcher für die ösen. ich bohre sie nun einen halben milimeter kleiner als sie vor dem einleimen sein sollten. also mit einem 2mm bohrer...schlussendlich bohre ich noch mit einem 2,5mm bohrer nach....

...und zwar aus folgendem grund: ist der rohling fertig geschliffen und die details sowie die ösen-löcher gebohrt so wird er imprägniert. da die imprägnierung die poren sättigt und auf dem holz eine schicht hinterlässt würde sich das epoxy mit welchem ich die ösen einleime nicht mehr perfekt mit dem holz verbinden, es würde nicht vom holz aufgesogen. so zumindest meine theorie. dies will ich aber. deshalb bohre ich nach dem imprägnier-vorgang die ösen nochmals nach um die poren wieder zu "öffnen". mehr zur imprägnierung folgt später ;)


vorne...


mittig...


hinten...


nun zeichne ich grob die augen und ihre position an. dies um sie einiger massen auf der selben höhe und der selben flucht einzufräsen.



mit der dremel und einem kleinen schleifkopf fräse ich die höhlen für die augen aus.

das nächste detail sind die kiemen. wieder zeichne ich beide kiemen mit dem bleistift freihändig an und kontrolliere von oben, von unten sowie von der seite her ob sie stimmen.


dann schneide ich als erstes vorsichtig und senkrecht dem strich entlang, wie auf dem bild gezeigt.

anschliessend schneide ich schräg, von hinten her, feine späne weg und erreiche so die ausbuchtung welche die kiemen hervor stehen lässt. da wir vorher senkrecht die kontur eingeschnitten haben bricht der span dort wo er sollte ohne das zuviel holz wegsplittert. hier zeigt sich der vorteil von abachi...mit nadelholz und seinen jahrringen wäre das ganze eine mühsamere übung.


fertig geschnitzte kieme...


dasselbe wiederhole ich mit der mundpartie. zuerst schneide ich senkrecht ein, dann schnitze ich wieder von hinten her feine späne weg und erhalte so die ausbuchtung welche denn mund hervor stehen lässt und ihm den "bass-style" verleiht.

die ganzen details ( augen, kiemen, mund) bearbeite ich mit 220er schleipapier um ein gleichmässiges ergebniss zu erzielen.


voilà....

nun stecke ich den fertigen und mit details versehenen rohling auf einen kleinen ständer, hier ein brettchen mit einem nagel der ins loch passt. dieser ständer dient:

- zum trocknen der imprägnierung
- um den köder in der imprägnierung schön runter zu drücken. desahlb hab ich ihn auf das gefäss mit der imprägnierung angepasst...





imprägnierung


ein kleiner geheim tip von meinem kumpel ammei ;) thanks bin sehr zufrieden damit

viele verwenden leinöl gemischt mit terpentinöl im verhältniss 1:1. mir geht es zu lange bis ich weiter arbeiten kann und ich bin der meinung das dieses system welches ich verwende ebenso gut ist. experimente mit leinöl haben mich jedenfalls nicht befriedigt.

diese art der imprägnierung ist absolut simpel und für jeden erhätlich. zudem sicher günstiger als die leinöl variante.

man nehme nitroverdünner (soviel wie man braucht damit der köder schön verdeckt ist) und fügt solange styropor ( luftiges, weisses, verpackungs material) hinzu bis die gewünschte viskosität ( dünn- beziehungsweise dickflüssigkeitsgrad ) erreicht ist. ich füge soviel styropor hinzu bis die lösung leicht schmierig ist und kurz vor dem austrocknen auf den fingern, beim zusammen drücken dieser, feine fäden zieht. so ist sie genügend dünnflüssig um gut in den rohling einzudringen und ergibt nach ca. weiteren 5 tauchgängen eine feine schicht auf dem holz, verschliesst also die poren.

achtung: eine zu dünne lösung braucht sehr viele tauchgänge bis sie sättigt, falls überhaupt. eine zu dicke lösung dringt nicht richtig ins holz ein und ergibt schnell ein speckige schicht auf dem holz.

achtung: styropor enthält viel luft...es braucht also schon eine gewisse menge davon... bis sich der styropor vollkommen im verdünner aufgelöst hat kann es gut und gerne 2-3 stunden dauern. meistens löst sich der grösste teil sofort auf und es bleibt auf der oberfläche eine schmierige schicht zurück..diese löst sich nach besagter zeitspanne auch noch auf.

nun zum eigentlichen arbeitsschritt...

als erstes lege ich den köder für ca. 12-24 stunden in der lösung ein. nach dieser zeitspanne hat er sich beinahe vollkommen vollgesogen und wird zum trocknen zur seite gestellt. nach 12 stunden trocknungszeit bleibt eine ganz feine schicht des kunstoffes auf und im holz zurück. diese ist ersichtlich wenn der köder im licht betrachtet ganz fein in den poren glänzt. nun tauche ich den köder ca 5 weitere male kurz in die lösung. kurz heisst: rein bis er vollkommen eingetaucht ist und wieder raus. nach jedem tauchgang wird der köder wieder zum trocknen hingestellt. da die lösung innerhalb weniger minuten trocknet kann alle 30 minuten ein weiterer tauchgang gemacht werden. dies mache ich solange bis sich eine schicht, ähnlich einer lackierung auf dem wobbler gebildet hat. nun sind die poren gesättigt und verschlossen. mehr brauchts nicht.
falls nun die frage aufkommt: "wieso nicht gleich lack drauf"... lack liegt auf dem holz und dringt dank seiner dickflüssigkeit nicht tief ins holz hinein. mit stark verdünntem lack und denselben arbeitsschritten ginge es aber auch.

wichtig: verdünner ist giftig wenn er eingeatmet wird! diese arbeiten sollten im freien oder mit einer spritzmaske gemacht werden

der grund für die impägnierung
die imprägnierung hinterlässt eine schicht kunststoff und sättigt die poren. dank dieser grundierung wird der wobbler resistenter gegen wasser. dies ist vonnöten falls die epoxy-schutz-beschichtung mal beschädigt werden sollte und das holz in direkten kontakt mit dem wasser kommt. sauber imprägniertes holz weisst das wasser ab statt sich voll zu saugen. dies wiederum ist wichtig weil ein vollgesogener wobbler ...

-schwerer wird und somit seinen bestimmten lauf verliert
-je nach dem zu faulen beginnt und sich zersetzt. vorallem wenn der lack-schaden wieder geflickt wird und der köder nicht komplett trocknen konnte. dann kann das wasser nicht mehr raus, ist also eingeschlossen.
-reissen kann


so, genug imprägniert....ist der köder schön getrocknet so bohre ich die 2mm löcher mit einem 2.5 mm bohre aus. anschliessend werden sie noch etwas ausgerieben damit das epoxy noch etwas mehr halt findet ( mehr klebefläche)




ösen herstellung


zur herstellung der öse brauche ich 2 zangen, 1 bohrer der den durchmesser der öse bestimmt und natürlich draht für die öse...in diesem fall 1mm dicker chromstahl draht ( schweissdraht)

je nach köder, länge ich die draht stücke verschieden lang ab...für normale wobbler-ösen auf die länge des kleinen fingers. nach dem verdrehen und dem ablängen ergibt das in etwa eine länge von 2-3 cm was vollkommen reicht.

je nach köder nehme ich verschieden dicke bohrer...für kleine wobbler (-90 mm) einen 2mm bohrer, für grössere wobbler einen 2,5 mm und für swimbaits einen 3mm bohrer. so haben die ösen die richtigen proportionen im verhältniss zum wobblerkörper.



zuerst biege ich den draht in der mitte sauber um den bohrer....



wie auf dem bild gezeigt wird der draht dann mit einer zange, welche ich sehr eng anliegend ansetze um den bohrer gebogen.

wichtig ist das die zange wirklich eng anliegend angesetzt wird damit die öse schön rund gebogen wird....



so sieht die gebogene öse dann aus....


die öse klemme ich nun mit der zweiten zange sauber ein und zwar so das die verdrehung der drähte erst 1-2mm hinter der öse und nicht direkt danach beginnt. grund dafür: so ist der sichtbare teil der öse nach dem einkleben schön parallel und nicht verdreht...reine optik ;)


öse also gut einklemmen und mit der zweiten zange verdrehen....


mal gehts besser mal schlechter, je nach länge der draht enden, der dreh-technik usw. diesmal nicht wirklich schön, macht aber nichts, die lässt sich noch problemlos hinbiegen und etwas ablängen, so das sie schlussendlich gerade ist.



voila...fertige öse.


und hier noch ein beispiel einer gebogenen öse welche verwendet wird wenn die öse unter der schaufel eingeleimt und dann durch die schaufel hindurch hervor tritt. üblich bei tiefer laufenden ködern wo der zug-punkt weiter nach vorne verlagert wird. von der herstellung her in etwa das selbe. ausser das die öse vor dem verzwirbeln gleichmässig gebogen wird und der unverdrehte teil wesentlich länger ist.

ich hab übrigens mal einen test gemacht um zu schauen wie viel kraft es braucht um eine ca. 1,5 cm lange öse aus abachi raus zu reissen. gerade heraus versteht sich. ohne abdrehen. ich brauchte bei einer schlecht geleimten öse bei welcher noch luft im kanal eingebunden war 19 kilo...bei einer sauber geleimten öse hörte ich bei 23 kilo auf zu ziehen weil ich mich nicht verletzten wollte. die leimstelle zeigte aber schon feine risse.

immer wieder hab ich misslungene wobbler welche nicht richtig schwammen mit einem 10 kilo gewicht getestet und dieses auch etwas geschwungen...bis jetzt hielten die ösen immer bombenfest ohne verschleiss erscheinung.

ösen leimen

auf dem folgenden bild sieht man noch ein kleines 1mm loch welches auf dem rücken des wobblers gebohrt wurde. dieses ist so gebohrt das es am ende des ösenkanals liegt.



der grund dafür:

wird das epoxy in das loch gegossen so wird luft eingeschlossen im kanal. kann diese nicht entweichen so bilden sich luftkammern, der kanal kann sich nicht schön mit epoxy füllen und dies wiederum führt zu einer schlechteren verklebung der öse. also bohre ich das kleine loch damit die luft entweichen kann. beim leimen fülle ich solange epoxy in den kanal bis es beim kleinen loch austritt...
weil 5 minuten epoxy schnell unbrauchbar wird sauge ich mit dem mund an dem kleinen loch und habe so den kanal in kürzester zeit sauber gefüllt. nun drücke ich mit dem daumen auf das loch damit das epoxy nicht einfach ausläuft und führe die öse ein. haben wir genügend epoxy im kanal so wird jetzt das überschüssige epoxy bei der eintrittsstelle rausgedrückt und kann abgewischt werden. nun wird die öse sauber positioniert und fertig...


zur verklebung verwende ich 5 minuten devcon epoxy. ich mache ganz wenig an. eine mischung reicht mir für 1 öse, nur 1 öse wegen der kurzen offenen zeit...mit etwas übung ist man trotzdem ziemlich schnell beim ösen leimen. das mischverhältniss kontrolliere ich von auge...5 minuten epoxy ist nicht sooo heikel...nimmt man für die endbeschichtung 30 minuten devcon sollte man schon eine feine waage fürs mischen verwenden.

sehr wichtig
: das epoxy, egal ob 5 oder 30 minuten sollte sehr gut gemischt werden... ich hatte am anfang probleme bei der endbeschichtung weil ich dem zuwenig beachtung schenkte.

man kann das epoxy auch ein bisschen mit dem feuerzeug erwärmen damit es sich besser mischt. bedenke aber: sobald das epoxy erwärmt wird verkürzt sich die zeit in der es verarbeitet werden kann!!

hat man kein devcon epoxy zur verklebung so nimmt man z.b araldit was auch eine art epoxy und überall erhältlich ist. leider kann ich zu dem produkt nichts sagen weil ich damit nicht experimentiert habe.

rohling mit ösen...


schaufel

nun sägen wir noch die schaufel ein. dies mache ich von hand in der gewünschten schräge. meistens mache ich den schlitz etwas breiter als die schaufel dick ist damit ich während das epoxy zu ziehen beginnt das ganze noch fein ausrichten kann. beim leimen der schaufel ist sehr darauf zu achten das sie gerade und auf beiden seiten gleich hervor stehend verleimt wird. welche schaufelform und in welchem winkel ist ein bisschen erfahrungssache...zunächst orientiert man sich am besten an gekauften modellen...kleine schaufeln für flachlaufende wobbler verzeihen mehr als tieftaucher schaufeln!

gewicht eruieren

um heraus zu finden welches gewicht wir brauchen ( ich orientiere mich am suspender) gibt es den trick mit dem wägen. ganz genau einen suspender hin zu kriegen ist schwierig...man muss bedenken das epoxy, alesnfalls folie und farbe auch noch hinzu kommen. es ginge zwar...wäre aber ein mehraufwand der mir nicht lohnend erscheint. tendenziell baue ich mir für mein hausgewässer eh gerne leicht sinkende modelle da weiter unten die aktion abgeht, mal abgesehen von seefo's.


als erstes wägen wir den wobbler mit eingeleimter tauchschaufel, haken und sprengringen. hierzu braucht es eine sehr feine waage. auf ebay findet man diese für 20 - 30.- ... also, diese zahl schreibe ich mit wasserfestem filzer auf den rohling.


danach tauche ich den rohling samt haken und sprengringe in einen becher mit wasser, wobei die waage inkl. becher und wasser auf 0 tariert wird.


den wobbler drücke ich mit einer pincette gerade so tief in den behälter das er inkl. tauchschaufel mit wasser verdeckt ist. achtung: er sollte nirgends berühren da dies das ergebniss verfälscht.

so...nun habn wir eine 2te, höhere zahl..die den verdängungsdruck den es braucht um den wobbler ganz unter wasser zu drücken plus das rohlings gewicht anzeigt.


beide zahlen werden auf den wobbler geschrieben...die 2te zahl minus der 1sten ergibt nun also das gewicht das in den wobbler muss um ihn zum schweben zu bringen...wohlverstanden im jetzigen zustand ohne folie, epoxy etc...


damit der wobbler schön horizontal im wasser liegt ist es wichtig das gewicht richtig am wobbler körper zu verteilen! hierzu nehme ich eine durchsichtige salatschüssel, fülle sie mit wasser, bringe mit feinen stecknadeln die eruiereten gewichte an und verteile diese so lange bis der wobbler waagrecht schwimmt.

je mehr gewicht im wobblerhinterteil ist desto weiter fliegt er,desto weniger lebhaft schwimmt er.

tendeziell bringe ich das schwerere gewicht im vorderen bereich an.

nun werden die gewichte mit der dremel eingebohrt und mit epoxy eingeklebt. epoxy braucht ein bisschen zeit bevor es wasser sehen sollte...daher warte ich ein paar tage, schleife die stellen dann schön bündig und dann ab ans wasser für den final-test.


die rohlinge werden probe gefischt...sollte nun ein wobbler schräg laufen so wird die öse einfach ein bisschen in die entgegengesetzte seite gebogen...so kann man ihn wunderbar trimmen bis er wieder gerade läuft. es ist gar nicht so das dies nur bei selbstgemachten wobblern der fall ist...einige gekaufte modelle musste ich beim ersten werfen so justieren!!!


so, das wars mal für den moment...ich werde hier weiter machen wenn ich zeit und lust dazu habe ;) hoffe der eine oder andere findet was für sich im bericht das ihm weiter hilft beim bauen...

edit...

soooo....weiter gehts ;)

Lurefoiling


die wobbler habe ich nun mit haken und eingeklebten gewichten getestet...jetzt gehts an den finish der aus dem hässlichen stück holz ein kleines kunstwerk machen soll...zuerst schleife ich mit einer kleinen feile die stellen wo die gewichte mit epoxy eingeklebt sind endgültig gleichmässig...hab ich irgendwo noch kleine löcher oder unebenheiten so fülle ich diese nochmals mit ein bisschen epoxy auf und schneide den überschüssigen kleber noch bevor er komplett ausgehärtet ist mit dem cutter weg.


hier möchte ich einen wobbler mit aluklebeband machen...diese technik ergibt sehr schöne und realistische wobbler wobei das alutape noch zusätzlich geprägt werden kann.
auf dem bild sieht man was gebraucht wird...die waage habe ich nur deshalb verwendet weil die glasscheibe absolut eben ist und so keine unebenheiten des untergrunds eingeprägt werden...


zuerst ziehe ich die seitenlinie ( längslinie) von welcher aus ich die schrägen linie ziehe...ich mache das ganze von auge. hat man die eine reihe der schrägen linien fertig sieht man immer anhand der seitenlinie ( längslinie) wo die schnittpunkte der linien sind... zum prägen verwende ich ein kleines stück kunstharz. egal was, etwas hartes dünnes, das aber die folie nicht verletzt muss es sein...


so hier sieht man die eine seite und den wobbler...ich habe bei diesem exemplar die folie nicht auf die grösse geschnitten...man kann das wahlweise vor oder dann halt mit dem cutter direkt am wobbler machen...


ich positioniere zuerst die seitenlinie hinten und vorne so auf dem wobbler das es mir passt...zugleich achte ich mit darauf das die schuppenprägung erst nach den geschnitzten kiemenbögen beginnt.

dann streiche ich von der mittelinie aus das aluband richtung bauch und rücken glatt. selbst feine falten lassen sich noch glatt streichen. diese lassen sich nicht ganz verhindern da wir das band um eine rundung drücken.

für die details nehme ich wieder das kunstharzstückchen um das band schön in die konturen zu pressen, bei den augen einen geeigneten flachen gegenstand.

nun schneide ich das überschüssige band an rücken und bauch ab...am rücken werde ich, wenn beide seiten fertig sind, noch ein kleines streifchen anbringen...am bauch schneide ich einfach so sauber als möglich die folie ab das kein holz mehr hervor schaut...



bauch...


rücken...

wichtig: eine scharfe cutterklinge...sonst reisst das alu anstatt das es sauber getrennt wird.


so schaut die eine fertige seite nun aus...

das band ist sauber drauf man sieht aber noch das es nicht überall gleichmässig flach aufliegt...dies lässt sich mit der rundung eines löffels richten...einfach sachte und ohne grossen druck mehrere male über den körper fahren...das band glättet sich weiter...


...die konturen werden etwas feiner und weniger aufdringlich bleiben aber gut sichtbar vorhanden...

jetzt verfahre ich gleich mit der zweiten seite...


am bauch sauber abtrennen...


so sieht nun der rücken aus...


...auf welchem ich noch ein streifchen aluband anbringe...


...und schön glatt streiche.


fertig.

Paintjob


ich verwende ein airbrushkompressor + pistole...das ganze braucht etwas übung. mit der zeit hat man aber freude am ergebnis...an die feinen klaren linien traue ich mich mit meinen skills auch noch nicht ran aber schöne verläufe liegen schon drin.


wichtig: die folie sollte entfettet werden! das epoxy hält eh schon schlechter auf dem alutape und der farbe...ich mache das mit gewöhlichem brennsprit und einem lumpen.


start...schaufel abkleben nicht vergessen ;)


zuerst neble ich beide seiten fein ein bis ich den gewünschten schimmer der farbe auf dem tape habe...danach betone ich die konturen der kiemen etwas.


weiter zum rücken den ich stärker besprühe...die farbe sollte nie nass sein, sonst sprüht man zuviel auf...es ist eher ein nebeln! ich kontrolliere hinten auf dem schutz-papier immer wieder den strahl und die menge.




die augen betone ich auch noch etwas in dem ich mit dem strahl in der mitte der augenhöhle ziemlich nahe ansetze und dann die pistole soweit retour ziehe bis die höhlenrändern sich färben.


dem braun-rötlichen ton mische ich noch etwas schwarz bei um den rücken dunkler zu betonen und einen schönen farbverlauf mit mehr tiefe zu erzielen.


nun den bauch weiss... und zwar nicht wie auf dem bild gezeigt sondern in senkrechter position. die farbe veteilt sich so auch noch gleichmässig auf beiden seiten in einem weichen übergang.


der untere teils des mundes soll auch noch weiss werden...damit ich nicht das ganze braun zur sau mache sprühe ich von schräg unten an die partie...


so ergibt sich auch ein schöner schatten auf den lippen.

mittels einer kleinen schablone sprühe ich noch beidseitig eine kleine flosse auf den körper. die farbe ist beinahe sofort trocken...nach 5 -10 minuten kann man die schablone getrost vorsichtig auf den körper drücken.

et voilà...done that...nun noch die augen und fertig für den endspurt.


die augen mache ich folgender massen...mit dem locher das alutape ausstanzen und die kleinen kreise auf ein doppelseitiges klebeband kleben...in der mitte einen kleinen tupfen schwarz eingefärbtes 5 minuten epoxy mit einem zahnstocher anbringen, trocknen lassen und danach ein grösseren tropfen klares epoxy darauf. keine sorge... durch den kapilareffekt läuft das epoxy bei sorgfältiger arbeit nicht über den rand des auges aus...fertig

am besten gleich mehrere augen machen... nicht alle werden schön und auch nicht alle gleich...hat man viele augen kann man immer 1 passendes paar aussuchen...


aufkleben, klebeband noch von der schaufel entfernen und ready für's epoxy...ich lasse das ganze zur sicherheit noch einen 1/2 tag austrocknen.















2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

hallo habe deine anleitung zum impregnieren gelesen und es mal selber nach gemacht -bei mir bleibt nach dem aufl ösen des styropors eine schleimige substanz im glasboden -habe ich was falsch gemacht

firetiger hat gesagt…

kann ich aus dem stehgreif nicht sagen...ich hab keine grösseren probleme...bei mir bleibt auf der sauce nach dem auflösen eine flockige substanz zurück, die ich aber abschöpfe...ist schon so das sich auf dem boden so einiges sammelt (der ganze staub aus dem holz, dreck vom styropor, etc) am besten eine hängevorrichtung für die rohlinge machen damit sie nicht im dreck/schleim schwimmen...lange gläser mit dickem hals eignen sich am besten für die sauce ( z.b glasmilchflaschen)

gruss fäbe