Dienstag, 2. Dezember 2008

gummi zum 2ten :)

anfängerglück...

jedem ist es bekannt...fängt man mit etwas neuem an so ist es ein nicht selten vorkommendes phenomen welches wahrscheinlich dem durchhalte vermögen sowie der motivation dient. nicht anderst ist es mir bei meinen letzen beiden versuchen mit gummi ergangen. beide male erwischte ich schöne fische und dies liess mich meine lieblingstechnik, das fischen mit wobblern, hinterfragen... für mich gibt es nichts geileres als ein harter biss auf zügig geführten wobbler und die darauf folgende adrenalinausschüttung, weil der biss völlig unerwartet kam, zumindest was den zeitpunkt angeht. bei gummi, so scheint es mir, ist das ganze eine sache der konzenztration, das fühlen des bisses, das genaue beobachten der schnur.

irgendwie werde ich das gefühl nicht los das am zürisee
inpunkto grosser eglis und hechte wesentlich mehr in der tiefe abgeht wo unsere wobbler, geworfen zumindest, nicht hinkommen. und langsam finde ich freude an der eher stationären aber nicht minder spannenden technik des gummi angelns ;)

nach 2 wochen in denen uns der würgegriff des ersten richtigen wintereinbruchs ungeschwächt festhielt , kam am sonntag, zusammen mit der sonne, endlich wieder ein merklicher temperatur anstieg auf schätzungsweise 2-5 grad welcher mich postiv stimmte in bezug auf das beissverhalten der fische. die wassertemperatur lag gemäss www.hochwasser.zh.ch bei 5-7 grad.

mittags um 14:00 machte ich mich guter dinge auf den weg an den zürisee, bepackt mit gummiwürmer und bulletweights. da ich wie beim letzten mal in grösserer tiefe fischte, nicht ewig warten wollte bis der köder den grund erreichte und doch nicht auf die absinkphase vezichten wollte, entschied ich mich für ein carolina rig. den senko wurm köderte ich "wacky"an um
bei minimalen bewegungungen ein maximum an druckwellen zu erzeugen .






als hauptschnur verwendete ich eine geflochtene mit ca. 7 kilo tragkraft. darauf kam ein 20 gramm blei mit einer vorgeschalteten glasperle um den knoten zu schützen. da ich weiss das es hier gute hechte gibt entschied ich mich für ein 0.80mm fluorocarbon vorfach, in etwa 50 cm lang. normalerweise verwende ich feines stahlvorfach aber ich wollte einfach mal dieses material testen und ich fand es gar nicht mal so übel. etwas steif, aber in diesem fall hatte es auf die präsentation keine negativen einfluss. zudem kann man das stahlvorfach meistens nach einem tag am wasser, wenn nicht früher, eliminieren.

( gewichte welche aus blei gegossen sind haben gerne scharfe ränder und sind eigentlich ungeeignet um direkt auf die geflochtene zu ziehen, das musste ich beim dritten hänger und anschliessendem abriss selbst erleben. soviel ich weiss gibt es aber auch gewichte mit schutz für die schnur... gefräste gewichte welche nicht aus blei bestehen reichen aber sicherlich auch aus um die schnur nicht durchzuscheuern) anderfalls könnte man die schnur mittels wirbel auch an 2 stellen trennen , damit das blei auch auf mono läuft, aber dass war mir dann doch etwas zu umständlich und... jeder knopf mindert bekanntlich die belastungsgrenze der montage.

also weiter im kontext...
montage startklar, wasser in sicht, auswerfen und dann volle konzentration...schliesslich weiss ich nicht aus erfahrung wie der biss sich genau anfühlt beim c-rig, zumal lehrbuch gemäss an leicht durchhängender schnur gefischt und die schnur beobachtet wird.
ich zupfe den köder mit gesenkter rute und feinsten rucken aus dem handgelenk wieder vor meine füsse. beim dritten wurf spüre ich eine zupfer...nein...nicht der schnur angesehen, sondern in der rute gespürt. verdutzt schlage ich an und zum vorschein kommt ein gut genährter und schöner barsch von 35 cm...einfach geil :D
nach 5 minuten...glück muss man haben





beim nächsten wurf zupft nochmals was an der leine doch der anhieb geht ins leere...egal ich bin rundum zufrieden. 1,5 stunden fische ich noch weiter, dann photographiere ich noch ein bisschen und gehe dann, nach dem die sonne sich verabschiedet hat nach hause. schliesslich sinkt der thermometer sofort wieder richtung 0 grad und die kälte schneidet wieder in die haut. nach dem motto " in der kürze liegt die würze" endet dieser tag... auf ein neues mit gummi und thermosflasche, yeahh...





rute war eine matthews ( bis 1 oz/28gramm) , rolle eine alphas, die kleine der beiden gängigen modelle.



einfach so, weil die beleuchtung so schön war :)



gruss fäbe