Freitag, 22. Mai 2009

barschalarm

wir haben freitag den 22 mai....andy und ich sind zum hardcore fischen auf seinem bassboat verabredet und ich freu mich wie ein kleines kind. stehsitze, fussgesteuerter elektromotor und jede menge platz zum stehen machen die fischerei auf seinem boot zum genuss. nicht das ich mein boot nicht gerne hab, aber gewisse ausstattungen erleichtern die fischerei erheblich...so steht auf meiner liste der dinge die ich mir zulegen werde ein elektromotor ganz oben. unglaublich wie ruhig und leicht es sich auf einem platz manövrieren lässt ohne die fische zu verscheuchen oder das halbe boot zum kentern zu bringen. nun gut, genug geschwärmt...weiter gehts...

um 8 uhr sind wir verabredet und da ich schon früher wach, bin gehe ich noch schnell eine halbe stunde nach uetikon ans wasser. fange tue ich nichts, macht ja nix, ich hab zeit...also verschieben und da andy noch nicht am start ist fische ich halt noch in stäfa ein bisschen...



pünktlich um 8 uhr kommt andy und es kann losgehen. zuerst setzte ich mich als steuermann mit dem mir unbekannten elektromotor auseinander. schnell habs ich den dreh raus und es geht los. zuerst peilen wir eine erhebung vor stäfa an und betrachten auf dem echo die kanten, sieht geil aus, aber das wars auch schon keine fische weit und breit. nach 30 min machen wir uns vom acker. beim weiter fischen merken wir schnell das die flats in der umgebung nicht ertragreich sind und so machen wir uns schnell richtung damm auf

andy in action...


das wetter ist sehr wechselhaft und anfangs bewölkt irgendwie hab ich das gefühl das es gut wird um fische zu fangen, eher schwül und wechselhaft...mal gucken


tackle-junkies....wir haben uns zusammen genommen und nur das nötigste mitgenommen.


oberhalb des dammes sehen wir einen schönen ca. 40er egli an einer ausgeprägten kante. leider erschrickt er und flüchtet...kurz darauf hat andy 2 nachläufer von hechten auf seine jerks. leicht nervös bittet er um bisse aber nichts geschieht...thats fishing. bei mir tut sich nichts. jerks, gummi und spinnerbaits pflügen wir erflogslos am schilf entlang, spinnerbaits werden tief und langsam der kante entlang gezogen...nichts... nach einer weiteren stunde haben wir genung von naturstrecke und schilfgürteln, obwohl die spots extrem gut aussehen tut sich nichts...alles zu seiner zeit...wir wechseln die art des spots und entscheiden uns anstatt schilf und schnell abfallendes wasser mit schlammig-sandigem grund nach steinigem und flacherem terrain zu suchen. bassfischen und die dazugehörige mentalität des fischens bringt einem echt weiter und lernt flexiblität... mit einigen kombos lässt sich so spot für spot die ganze wasser säule befischen.

irgendwann kommen wir an einen viel versprechenden spot mit den von uns gewünschten merkmalen. gummi raus und abchecken...nichts...wir verschieben uns lautlos wie assasinen um 100 meter und da sind sie...eglis in schönen stückzahlen und grössen, in 1-4 meter tiefem wasser über steinigem grund. kaum sind die köder im wasser werden sie attackiert. andy fängt den ersten auf jerk, weitere folgen auf gummi am c-rig.viele bisse können nicht verwertet werden...so ists halt, macht nichts...die fische wollen. nach einiger zeit kommt jemand motzen denn wir fischen vor einer werft und so müssen wir von dannen ziehen...we come again wenn work is done you fucker... der typ war ein arsch, ein leidenschaftsloser geschäftsmann, null verständniss und wir im jagd fieber, könnt euch ja vorstellen am liebsten hätten wir den kielgezogen wie dazumals die piraten...tja, weiter gehts. hinter der werft probieren wirs nochmals und siehe da ein schönes exemplar packt den hellgie


wieder gibts schilfgürtel und wir fischen weiter...andy mit jerk ich mit tief und langsam geführtem spinner bait. andy verhaut den ersten anschlag und ärgert sich über die dreistigkeit dieser viecher. bei mir tut sich nichts. kurz darauf fängt andi den ersten hecht des tages, ein kleiner aber da kann man ja nicht wählen... keine fünf minuten später ziehe ich den spinnerbait aus der tiefe empor und schaue erwatungsvoll auf das auftauchen des baits in meinem sichtfeld. das bild das sich mir bietet lässt mich nervös werden. langsam kommt der spinnerbait hoch und direkt darunter sehe ich einen grossen schädel eines hechtes folgen...nimm ihm nimm ihn...ach schon beim boot und tschüss...nichts mit figure aight..der fisch war ziemlich scheu. die szene war aber geil. wie aus "der weisse hai" oder so... den fisch schätzte ich auf 90-100cm

andy schniepel...


mitte des tages haben wir schon ordentlich fische in unserem kasten...und die meisten in anständigen grössen...


geile spots hats an dem see... vom ufer aus keine chance...




nach einer weiteren stunde haben wir genug vom schilf abfischen und begeben uns in einen hafen weil ich an den kiosk will...zudem sehen wir das es nicht weit entfernt richtig stark regnet und im hafen haben wir schutz vor dem wind der zügig bläst. kaum zu glauben, die regen wand zieht schön an uns vorbei und die sonne kommt wieder hervor, yes...danke petrus.

dann fischen wir mit hellgie im hafen weiter. einige wurm fischer kriegen die krise als sie sehen das jeder unserer würfe einen fisch oder fehlbiss bringt und langsam sammelt sich die ganze szene um uns herum und jeder wirft sein zeugs in der gegend herum. es kündigt sich eine hammer beisszeit an wir fangen viele fische, einige wandern in den kasten einige zurück ins wasser, jeder wurf ein biss. zu guter letzt darf ich noch diesen 36er fangen, einen zweiten grossen verliere ich..dann nach ca. 1,5 stunden ists vorbei. sie beissen zwar noch aber nur sporadisch, wir ziehen weiter.



die nächsten stunden bringen nichts...mittlerweile ists ca. 18:30 und wir gehen zurück zur werft um fortzufahren wo wir aufgehört haben...wieder beissen die fische, nicht so intensiv wie morgens aber sie beissen. morgens haben wir bemerkt das auf distanz mehr läuft. waren wir zu nahe waren ging nichts mehr. also fischen wir diesmal den spot aus der distanz an und erwischen noch einige fische auf c-rig...andy möchte nicht im dunkeln auswassern und so begeben wir uns auf den heimweg.

was für ein tag...so was von geil...wir fanden die fische an 2 spots und fingen wie blöd. geschätzte 50 egli fingen wir...viele anhiebe gingen ins leere. die fische bissen spitz und schnell...zum teil hatten die den köder wieder ausgespuckt bevor wir anschlagen konnten und nach vielen verpatzten anschlägen hatten wir denn dreh irgendwann raus und schlugen blitzartig und wehement zu. ich hab mich öfters kaputt gelacht als schambi den fischen den gummi richtig reingeprügelt hat und ihm gings genauso. die meisten gingen auf c-rig und splitshot-rig auf 2-4 meter tiefe. alle am grund...2 gingen bei schambi auf mini pointer...köder waren hellgie, stormwürmli und paddletail gummi. insgesamt hatten wir 4 hecht nachläufer auf jerk, hellgie und spinnerbait nur einer biss zu....2 davon um die 50-60, einer um die 70 und noch den grossen

hier die grössten beiden...



die rückfahrt war von einer sehr schönen stimmung geprägt...traumhaft








andy lud mich um 8 uhr aus und da ich zuhause niemanden erreichte fuhr ich noch nach meilen weil ich unbedingt noch den sonnenuntergang photographieren wollte. leider war die sonne schon verdeckt als ich ankam und so fischte ich halt noch ein bisschen und fing nochmals einen kleinen eglis auf stormworm...ich sah auch noch einen grossen hecht der unter den vielen köfis am grund lag und wohl wartete...aus jux lies ich eine spinnerbait runter und der fisch erschrak und war weg...vielleicht wäre ein gummiswimbait ganz langsam am grund entlang gezogen das richtige gewesen...wer weiss....egal es war ein hammergeiler tag...

grosses danke an schambi



gruss fäbe

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